Bericht über das
Modul 1 des zweiten Teils der Samengärtnerei
Malsch-Waldprechtsweier
Freitag 22. März 2026
Einladungstext:
Meine Samengärtnerei 2026
Nutzpflanzenvielfalt bewahren - Der Einstieg in den Samenbau – Teil 2
‚Der Hausgarten kann der perfekte Ort zur Erhaltung seltener Kulturpflanzen sein, da er sich nicht dem ökonomischen Druck der marktorientierten Landwirtschaft beugen muss. In einer Zeit, in der Monopolisierungen im Bereich Saatgut auf internationaler Ebene einen Höhepunkt erreicht haben und starke wirtschaftliche Abhängigkeiten mit sich bringen, sind gerade diese nicht monopolisierten, gut verteilten, pflanzengenetischen Ressourcen für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt besonders wertvoll!‘
Quelle: Das Erhalter:innen-Netzwerk der ARCHE NOAH Mitglieder.
In diesem praxisorientierten Kurs werden die Grundlagen des Samenbaus von Fremdbestäubern vermittelt, somit wird das Wissen von Teil 1 (Vermehrung von Selbstbefruchtern) noch erweitert. In drei aufeinander aufbauenden Modulen kann erlernt werden, wie eigenständig und in Kooperation mit anderen Gärtner:innen qualitativ hochwertiges Saatgut gewonnen und somit aktiv die Vielfalt alter Kultursorten bewahrt werden kann. Dieser Kurs vermittelt fundiertes Wissen, um gemeinsam samenfeste Sorten zu vermehren und zu erhalten.
Das Ziel des Samenbaukurses 2026
Am Ende des Jahreskurses wird jeder Teilnehmer in der Lage sein, hochwertiges Saatgut von einjährigen Fremdbestäubern wie Gurke, Kürbis, Radieschen, Mais fachgerecht anzubauen, dessen Saatgut zu ernten, zu reinigen und zu lagern. Das erworbene Wissen ermöglicht den Teilnehmern, die Saatgutvermehrung auf beliebige Sorten dieser Arten anzuwenden.
Eine regionale Vernetzung über die Dauer des Kurses hinaus ist ebenfalls angestrebt, um sich gemeinsam für den Erhalt der alten Kultursorten einzusetzen.
Für wen ist dieser Kurs geeignet?
Dieser Kurs richtet sich an alle, die samenfeste Sorten erhalten und ihre eigene Saatgutvermehrung starten und erweitern möchten. Gärtnerische Erfahrung ist von Vorteil, (die Teilnahme an Teil 1 ist nicht Voraussetzung). Ob Hobbygärtner, engagierter Erhalter oder Anfänger – du wirst mit wertvollem Wissen und Praxis für den Erhalt unserer Kulturpflanzenvielfalt ausgestattet.
Aufbau des Jahreskurses
Unser Samenbaukurs erstreckt sich über ein Gartenjahr und ist in drei Module unterteilt, die Theorie und Praxis miteinander verbinden. Gemeinsam begleiten wir den Lebenszyklus von vier traditionellen Sorten (Gurke, Kürbis, Radieschen, Mais).
Termine und Kosten:
Termine: So. 22. März/ So. 26. Juli/ Sa. 13. September, 14 – 17 Uhr (plus weitere Austauschtreffen)
Kosten Jahreskurs gesamt 75€ (je Modul 25€) plus 15€ Material (Saatgut etc.)
Für Vereinsmitglieder von GENBÄNKLE und OGV Waldprechtsweier ist das Material kostenfrei.
Modul 1: Vorkultur & Pflanzenanzucht in Theorie und Praxis
Termin: Sonntag, 22. März 2026, Michaelskapelle Waldprechtsweier, 14-18 Uhr
Inhalt:
- Ausgabe der Saatgut-Pakete
- Theorie:
- Bestäubungsbotanik und Sortenreinheit: Grundlagen zur generativen Vermehrung von Fremdbestäubern allgemein
- Einjährige Fremdbestäuber am Beispiel
Kürbis, Gurke, Mais, Radieschen
- Pflanzengemeinschaft Milpa
- Einführung in die Dokumentation: Beschreibungs- und Boniturbögen
- Pflanzenanzucht: Keimfähigkeit, Düngung, Boden
- Vorkultur für Mais, Gurke, Kürbis
- Direktsaat
Modul 2: Gartentreffen & Pflege
Termin: Sonntag, 26. Juli 2025, Sortengarten in Beilstein (www.das-lavendelhaus.com)/
Abfahrt 8.00 Uhr – ca. 18 Uhr (Dauer ca. 6h, plus Hin- und Rückfahrt – zzgl. Fahrtkosten)
Inhalt:
- Praxis:
- Pflanzung der ausgesuchten Kulturen im Garten
- Selektion / Verkreuzung / Handbestäubung
- Praxis der Bonitur und Dokumentation
- Theorie: - Ernte / Vorschau
- Pflege, Düngung, Kulturführung, Pflanzenschutz
- Unterscheidung von Genuss- und Saatgutreife
Modul 3: Saatguternte, Reinigung & Lagerung
Termin: So., 13. September 2026, Michaelskapelle Waldprechtsweier 14 Uhr (Dauer ca. 3h)
Inhalt:
- Theorie:
- Saatguternte/ Saatgutreife
- Lagerung: Optimale Bedingungen, Schutz vor Schädlingen
- Dokumentation, Bonitur, Auswertungen
- Praxis:
- Saatgutreinigung: Nass- und Trockenreinigung, Sortierung und Auslese
- Verkostung, weitere Verarbeitung
Ausblick auf Tageskurs 2027 mit Butterkohl als Fremdbefruchter im 2-jähriger Anbau
Anmeldeformular kann per Email angefordert werden:
Adresse: [email protected]
Bericht:
Samengärtnerei für Fortgeschrittene - Auftakt zum neuen Kurs
Im vergangenen Jahr hatte der OGV Waldprechtsweier bereits einen 3-teiligen Samenbaukurs angeboten, bei dem es darum ging, eigenes Saatgut aus samenfesten Gemüsesorten bei Selbstbestäubern zu gewinnen. Im neuen Kurs für Fortgeschrittene geht es nun darum, auch bei einjährigen Fremdbefruchtern erfolgreich Saatgut zu gewinnen. 25 Interessierte aus der Region trafen sich daher am 22. März 2026 in der Waldenfelshalle, um sich in die Theorie und das Thema einführen zu lassen. Da es in dem Projekt darum geht, bestimmte Sorten zu erhalten und nicht nur darum, Gemüse zu ernten, kommt es darauf an, dass sich die als Samenträger vorgesehenen Pflanzen bzw. Früchte nicht mit in der Nachbarschaft stehenden anderen Sorten verkreuzen. Um diese Sortenreinheit zu gewährleisten, müssen die Blüten zum richtigen Zeitpunkt geschützt und von Hand bestäubt werden. Und weil das nicht so einfach ist und man wissen muss, was es dabei zu beachten gilt, gab es zuerst einmal eine Einführung in die Bestäubungsbotanik. Diese gaben Maria Reisinger-Voit und Sonja Wörl vom Verein „Genbänkle e.V.“, die auch schon den Einsteigerkurs im vergangenen Jahr mitbegleitet hatten.
Anschließend gaben die beiden Expertinnen Informationen zu Anzucht, Düngung, Schädlingen und Wachstumsbedingungen und auch schon zur späteren Samenernte. Denn nicht jeder wusste, dass ein Radieschen als Samenträger 2 Meter hoch werden kann und genügend Platz sowie eine Stütze braucht. Es gab detaillierte Informationen zu den Pflanzen, deren Anbau geplant ist: Mais, Gurke, Kürbis oder Zucchini und Radieschen. Weiterhin wurde die besondere Form des Milpa-Beets vorgestellt, eine Anbau-Methode, die schon seit 3500 Jahren in Mittel- und Südamerika praktiziert wird. In dieser Mischkultur wird Mais zusammen mit Bohnen und Kürbis angebaut. Dabei dient der Mais den Stangenbohnen als Rankhilfe, die Bohnen versorgen als Stickstoffsammler die Starkzehrer Mais und Kürbis und der Kürbis beschattet den Boden und unterdrückt gleichzeitig die Beikräuter, eine Pflanzengemeinschaft also, in der die Pflanzen sich gegenseitig „unterstützen“.
Am Ende der über 3-stündigen Einführung wurden die Samentütchen verteilt und nun kann jeder mit seiner Aussaat beginnen und sich auf den zweiten Teil freuen, der wieder in den Gärten der Referentinnen stattfinden wird.
Bericht über die
Jahreshauptversammlung und den Vortrag
"Herstellung von Walnussöl"
Malsch-Waldprechtsweier
Freitag 20. März 2026
Jahreshauptversammlung des OGV Waldprechtsweier
Zu Beginn der Versammlung begrüßte die erste Vorsitzende Uschi Durst die knapp 25 Anwesenden. Ein besonderer Gruß galt dem Ortsvorsteher Dirk Neumaier, der ein kurzes Grußwort sprach und seine Freude über das aktive Vereinsleben und die Verjüngung des Vereins, unter anderem durch Familienmitgliedschaften, ausdrückte. In einer Foto-Präsentation erinnerte Schriftführerin Jutta Strickfaden an die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie beispielsweise Schnittkurse und Baumpflanzaktionen, die teilweise in Kooperation mit der Grundschule durchgeführt wurden. Auch ein Sensenkurs, ein Einsteiger-Pomologiekurs und der Jahresausflug in den Obst-Gen-Garten hatte stattgefunden. Etwas Besonderes stellte der dreiteilige Saatgutworkshop in Zusammenarbeit mit dem Verein „Genbänkle“ dar, in dem man alles rund um Saatgutgewinnung zum Zweck der Erhaltung der genetischen Vielfalt und der alten Gemüsesorten lernen konnte. Die Genusswanderung aller vier Malscher Obst-und Gartenbauvereine und das Ferienprogramm durften auch nicht fehlen.
Mit der Mitgliederentwicklung des Vereins sei man zufrieden, so Uschi Durst, und so habe der Verein nach 9 Eintritten und 4 Austritten derzeit 169 Mitglieder, davon 18 Kinder. Dem verstorbenen Mitglied Heinz Neumaier gedachte man in einer Minute der Stille.
Darauf folgte der Bericht des Kassierers Rainer Pietig, der die Ein- und Ausgaben sowie das Vereinsvermögen übersichtlich präsentierte und einiges davon exemplarisch erläuterte. Die beiden Kassenprüfer Marita Meier und Peter Gregorius bescheinigten dem Kassierer eine vorbildliche Kassenführung und beantragten dessen Entlastung, die einstimmig erfolgte. Dirk Neumaier beantragte die Entlastung der gesamten Verwaltung, die ebenfalls einstimmig erfolgte.
Im Anschluss standen die Wahlen des 2. Vorsitzenden und der Schriftführerin an. Der bisherige 2. Vorstand Michael Großmann und Schriftführerin Jutta Strickfaden waren bereit, erneut zu kandidieren und wurden einstimmig wiedergewählt. Ebenso erklärten sich Lisa Höfer, Giuseppe Bove und Matthias Ferneschild bereit, den Vorstand als Beisitzer weiterhin zu unterstützen. Auch hier erfolgte die Wahl einstimmig. Die beiden Beisitzer Thea Karcher-Kastner und Sandra Michels schieden aus und Dominique Siedler, der sich der Versammlung kurz vorstellte, konnte als neuer Beisitzer gewonnen und gewählt werden.
Nach den Wahlen stellte der zweite Vorsitzende Michael Großmann die für das laufende Jahr 2026 geplanten Veranstaltungen vor. Nach der Ernennung der neuen Kassenprüfer Thea Karcher-Kastner und Beate Kunz stellte Uschi Durst zwei neue Errungenschaften des Vereins vor, eine Nuss-Knackmaschine und eine Tiroler Steigtanne, die von Vereinsmitgliedern in naher Zukunft ausgeliehen werden können. Rainer Pietig klärte über die Gefahr der invasiven asiatischen Hornisse auf, um die Anwesenden zu sensibilisieren und darum zu bitten, nach Nestern Ausschau zu halten und diese der kürzlich gegründeten Interessensgemeinschaft zu melden.
Nach einer Pause, in der sich alle Pause mit belegter Brezel und Getränken stärken konnten, folgte ein Vortrag von Andrea Bachmann-Münsterer von der Kraichgauer Ölmühle über die Herstellung von Ölen und speziell von Walnussöl. Sie klärte darüber auf, worauf es bei der Ernte, Trocknung und Lagerung von Walnüssen ankommt. Denn nur, wenn diese gut getrocknet und nicht ranzig seien, bekomme man eine ausreichende Menge gutes Öl nach der Pressung. Weiterhin erzählte die Expertin einiges über die verschiedenen Methoden der Pressung, wie sich diese auf die Qualität auswirken und wofür man verschiedene Öle verwenden kann. Am besten sei kalt gepresstes natives Öl, das allerdings in der Regel nicht hoch erhitzt werden sollte. Bei einem guten Öl könne man schmecken, woraus es gepresst sei. Dies konnten alle bei der anschließenden Verkostung verschiedener Öle testen und manchem bescherte diese ungeahnte Geschmackserlebnisse. Am Schluss konnte man auch verschiedene Öle erwerben. Uschi Durst bedankte sich im Namen des Vereins bei allen Anwesenden und bei Frau Bachmann-Münsterer und überreichte ihr ein Präsent mit kulinarischen vereinseigenen Erzeugnissen, bevor sie die Versammlung beschloss.
Bericht über den
Frühjahrsschnittkurs
Malsch-Waldprechtsweier
Samstag 28. Februar 2026
Frühjahrsschnittkurs des OGV Waldprechtsweier
Eine eher kleine Runde war am vergangenen Samstagnachmittag der Einladung des OGV Waldprechtsweier gefolgt und hatte sich auf der gemeindeeigenen Streuobstwiese an der Freiolsheimer Straße eingefunden, um dort unter Leitung von Fachwart Volker Friedmann einige Bäume zu schneiden. Zunächst standen zwei ältere Bäume auf dem Programm. Einer der beiden war vor einem Jahr seit langem wieder geschnitten worden und hatte durch Neuaustrieb Vitalität gezeigt. Nun wurden bedächtig weitere, nicht zu viele Schnitte durchgeführt, die Leitäste eingekürzt, um dem Baum sukzessive eine bessere Form zu geben. Bei einem alten Baum, der lange nicht geschnitten wurde, müsse man Veränderungen in jahrelanger Arbeit Stück für Stück angehen, so Friedmann. Ein weiterer älterer Apfelbaum, seit vielen Jahren nicht mehr gepflegt, stand auch noch auf dem Programm. Mit Vorsicht wurden einige quer wachsenden Äste entfernt, um wieder mehr Licht in die Krone zu bringen. Auch hier galt es, dem Baum nicht zu viel auf einmal zuzumuten. Im Anschluss daran wurden in zwei Kleingruppen, die zweite unter Leitung der ersten Vorsitzenden und Baumpflegerin Uschi Durst, 17 jüngere Bäume geschnitten, die im letzten Winter ihren Pflanzschnitt erhalten hatten. Die meisten hatten schön ausgetrieben und mussten nun an einigen Stellen gestutzt und in Form gebracht werden, damit sie weiterhin gut wachsen können und die Krone nicht zu dicht wird. Nach zwei Stunden waren 19 Bäume geschnitten, eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Bericht über den
1. Saatgutmarkt Region Karlsruhe
Waldenfelshalle, Malsch-Waldprechtsweier
Sonntag 01. Februar 2026 11 - 16 Uhr
Erfolgreicher erster Saatgutmarkt der Region Karlsruhe in Waldprechtsweier
Eine große Besucherzahl hatte der erste Saatgutmarkt der Karlsruher Region am 1. Februar nach Waldprechtsweier in die Waldenfelshalle gelockt. Der örtliche Obst- und Gartenverein hatte diesen in Zusammenarbeit mit dem Verein Genbänkle organisiert und ausgerichtet. 16 Aussteller hatten dort im Innen- und Außenbereich ihre Stände liebevoll aufgebaut und boten ein riesiges Sortiment an Gemüse-, Kräuter- und Blumensamen, Pflanzen, Werkzeugen, Kulinarischem, Fachbüchern und noch so manch anderem Nützlichen für den Garten an. Wer einen solchen Saatgutmarkt besucht, hält oft Ausschau nach etwas Besonderem und schätzt die Sortenvielfalt, die im Gartenmarkt so nicht zu finden ist. Gerade alte und samenfeste Sorten, die selbst vermehrt werden können und besonders erhaltenswert sind, konnte man dort erwerben. Ziel des Vereins Genbänkle ist es, die Menschen zu sensibilisieren und Mitstreiter zu gewinnen, die sich für die Erhaltung alter und seltener Sorten engagieren, indem sie die Pflanzen anbauen und so die genetische Vielfalt als Grundlage für neue Züchtungen zu erhalten.
Neben dem reichhaltigen Angebot der Aussteller zogen auch die Fachvorträge von Maria Reisinger-Voit vom Verein Genbänkle, Dr. Karlheinz Köhler vom Natur- und Umweltschutzverein Malsch sowie Meike Albert vom Bienenzuchtverein Malsch sehr viele Zuhörer an. Diese konnten sich zu interessanten Themen wie der „Erhaltung samenfester Sorten im Hausgarten“, dem „Gärtnern in Zeiten des Klimawandels“ und über „die asiatische Hornisse als Gefahr für die Biodiversität“ informieren.
Am Foodtruck, Flammkuchenstand und an der Kaffeebar, organisiert vom Elternbeirat des Kindergartens, konnten sich die zahlreichen Besucher und Aussteller mit einem reichhaltigen Essens- und Kuchenangebot sowie Getränken stärken. Unterstützung bekam der OGV auch von zahlreichen Helfern anderer örtlicher Vereine, die beim Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltung tatkräftig mithalfen. Viele Stimmen äußerten den Wunsch, dass sich die Veranstaltung doch im nächsten Jahr wiederholen möge. Über den Erfolg und die vielen positiven Rückmeldungen freuten sich die beiden Veranstalter OGV und Genbänkle sehr.
Bericht über
Advent auf dem Dorfplatz
13. Dezember 2025
Bericht über
die Baumpflanzaktion auf der OGV-Wiese
7. Dezember 2025
Zwei weitere Bäume auf der OGV-Wiese
Am Sonntag nach Nikolaus trafen sich ein paar engagierte OGV-ler auf dem Vereinsgrundstück und pflanzten zwei weitere Apfel-Hochstämme auf die Streuobstwiese. Es wurden gemeinsam zwei Drahtkörbe hergestellt, um den Verbiss durch Wühlmäuse zu verhindern. In diese Körbe setzten die OGVler die beiden jungen Bäume und befestigten sie am eingeschlagenen Stützpfahl. Dann wurde der Stamm als Frostschutz mit Kalkfarbe geweißelt und in einen Verbissschutz gegen Rehe und Hasen gepackt. Nach dem Pflanzschnitt wurden die Wurzeln noch mit Wasser gut eingeschlämmt und können nun über den Winter anwachsen. Im Frühjahr erhalten dann alle Bäume eine Düngung rund um die Baumscheibe mit Holzhäcksel und Pferdemist, um gut ins nächste Jahr zu starten. Zum Schluss der Aktion wurde bei den älteren Bäumen noch der Unterwuchs entfernt und die Stämme ebenfalls mit Kalkfarbe weiß angestrichen. Nachdem die Bäume beim Schnittkurs zwei Wochen zuvor bereits geschnitten wurden, kann sich die kleine Vereins-Streuobstwiese jetzt prima sehen lassen.
Bericht über
die Baumpflanzaktion mit der Grundschule
29. November 2025
Grundschüler pflanzen Bäume mit dem OGV Waldprechtsweier
Am Samstagmorgen des 29. November hatten sich die Waldprechtsweierer Erstklässler zusammen mit Ihren Eltern, Geschwistern und Ihrer Lehrerin Frau Heims auf den Weg zu einem Grundstück der Gemeinde an der Freiolsheimer Straße gemacht. Bepackt waren sie mit Spaten, Schaufeln, Hacken, Rechen und weiteren Schneidewerkzeugen, um dort vier neue Bäume zu pflanzen. Begrüßt wurden sie von Uschi Durst, der Vorsitzenden des OGV Waldprechtsweier, die sich sehr darüber freute, dass die vor zwei Jahren begonnene Kooperation zwischen Grundschule und dem Verein fortgeführt werde. Zunächst erklärte sie kurz den Aufbau eines Baumes und worauf es beim Pflanzen ankommt. Dann ging es ans Werk: Kinder und Eltern verteilten sich auf 4 Gruppen. Zuerst mussten einige abgestorbene Bäume ausgegraben werden. Anschließend begannen alle fleißig, Erde herauszuschaufeln, um ausreichend große Pflanzlöcher für die jungen Apfelbäume zu schaffen. Danach wurden die wurzelnackten Jungbäume samt Pfahl im Pflanzloch platziert. Besonders viel Spaß machte es den Kindern, ihre Kräfte an der Pfahlramme auszuprobieren, mit der die Pflanzpfähle tief in den Boden geschlagen werden mussten. Dies ist wichtig, um dem Baum eine stabile Stütze gegen den Wind zu bieten. Nun galt es, das Pflanzloch wieder mit Erde zu füllen und die Erde gut festzutreten. Jeder Baum bekam einen Eimer Wasser und der Stamm wurde mit Kalkfarbe bepinselt, damit er bei Frost keine Risse bekommt. Nachdem die Bäume fachmännisch an den Pfählen angebunden waren, erhielten sie noch einen Pflanzschnitt. Uschi Durst erklärte den Kindern, warum und wie die Bäume geschnitten werden müssen, damit sie in den nächsten Jahren gut wachsen können. Bei weiteren Besuchen auf der Wiese wollen nun die Kinder das Wachstum der Bäume beobachten und bei der Pflege unterstützen. Nach getaner Arbeit durften sich noch alle an den von den Eltern mitgebrachten Leckereien und Getränken stärken. Frau Heims und die Vorsitzende des OGV bedankten sich bei allen Kindern und ihren Eltern für die tatkräftige Mithilfe und das leckere Büffet.
Bericht über den
Tages-Schnittkurs
mit Ute Ellwein
23. November 2025
Obstbaum-Schnittkurs in Theorie und Praxis
Uschi Durst, Vorsitzende des OGV Waldprechtsweier, konnte am frostigen Sonntagmorgen des 23. November 22 Interessierte zum Schnittkurs mit Ute Ellwein begrüßen. Gestartet wurde am Morgen mit einer 2 -stündigen Einführung in der Michaelskapelle. Die Kursleitung hatte Ute Ellwein, freie Obstbauberaterin, die lange Jahre beim Landkreis Karlsruhe tätig war und inzwischen in Rottweil und auch in Bayern tätig ist.
Die Expertin erläuterte zunächst die Wachstumsgesetze eines Baumes, dass ein Baum beispielsweise immer seine Spitze fördert oder dass die steiler stehenden oder längeren Triebe ein stärkeres Wachstum vorweisen. Die Erziehung eines Baumes durch einen entsprechenden Schnitt sei wichtig, um einen Baum gesund zu erhalten und ihm einen langen Lebenszyklus zu ermöglichen. Dabei müsse man immer die Statik und das Gleichgewicht des Baumes im Blick haben. Im Idealfall hätten die Leitäste, von oben betrachtet, die Form eines Mercedessterns. So gelangt auch genug Licht ins Innere des Baumes. Ute Ellwein erläuterte den Unterschied zwischen Leit- und Fruchtästen und machte deutlich, dass man den Baum durch den Schnitt erziehen müsse, damit dieser wisse, welche Äste er fördern solle und welche untergeordnet werden sollten. Ellwein klärte auch über stark und schwach wachsende Unterlagen auf und sprach über Düngung, Wachstumsbedingungen, Standorte und passende Sortenwahl. Die Anwesenden hatten zahlreiche Fragen mitgebracht, von denen einige bis zum Nachmittag warten mussten, denn manches, so die Fachfrau, müsse man einfach draußen in der Praxis sehen und erkennen.
Nach einer gemeinsamen Stärkung in Form von Kürbissuppe ging es mit Leitern, ‚Schnittwerkzeugen und Sägen auf die Streuobstwiese. Zunächst wurden zwei etwa 10-15-jährige Bäume geschnitten. Ute Ellwein forderte die Teilnehmer auf, Leitäste zu definieren und das am Vormittag erworbene Wissen umzusetzen. Dabei war auch manch größerer Schnitt erforderlich, da oftmals die Seitenäste schon zu stark geworden waren und daher in Konkurrenten zu Leitästen standen. Die Expertin ließ die Teilnehmer diskutieren, half bei Entscheidungen und begründete die von ihr gewählten Schnitte. Nach einer kurzen Pause mit wärmendem Kaffee, Tee und Kuchen ging es in Kleingruppen an einige alte Bäume, die schon lange nicht gepflegt worden waren. Man müsse gerade bei diesen Bäumen darauf achten, dass man nicht zu viel auf einmal wegschneide, auch wenn es noch viel diesbezüglich zu tun gäbe, denn der Baum verkrafte maximal einen 30-prozentigen Rückschnitt, so Ellwein.
Am Ende des Kurses bedankte sich Uschi Durst bei Ute Ellwein und auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Interesse und Durchhaltevermögen. Alle waren sich einig, dass man eine ganze Menge neues Wissen mitnehme, das man nun an den eigenen Obstbäumen anwenden könne.
Bericht über den
Pomologieworkshop
05. Oktober 2025
Pomologie-Workshop - Apfelbestimmung leicht gemacht?
Über 30 wissbegierige Teilnehmer, die das Glück hatten, einen Platz bekommen zu haben, konnte sich Uschi Durst, erste Vorsitzende des OGV Waldprechtsweier, beim Pomologie-Workshop am 05. Oktober in der Michaelskapelle freuen. Zu Beginn begrüßte sie den Referenten Wolfgang Käshammer, einen der Vorsitzenden des OGV Muggensturm. Dieser hat sich vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, viele Apfelsorten kennenzulernen und zu bestimmen und vor allem die in unserer Region vorkommenden Apfelsorten zu sammeln und zu erfassen. Derzeit arbeitet er an einem Leitfaden für die Bestimmung der regionalen Apfelsorten rund um Muggensturm. Um eine Apfelsorte zu bestimmen, brauche man immer mindestens 5 Äpfel einer Sorte, die ein für die Sorte typisches Aussehen aufweisen und keine Ausnahmeexemplare sind. Wenn man nun die Äpfel betrachtet, so gibt es beständige und variable Merkmale. Letztere machen die Bestimmung oft nicht leicht. Käshammer erläuterte wichtige Merkmale, wie beispielsweise Reifezeitpunkt, Größe, Form, Schale, Farbe, Berostung, Stiel- und Kelchbereich. Auch das Innere des Apfels, der Kernhausbereich sowie der Geschmack sind wichtige Kriterien, mit deren Hilfe ein Apfel bestimmt werden kann. Nach der theoretischen Einführung, bei der schon deutlich wurde, dass die Bestimmung einer Apfelsorte mitunter sehr schwierig sein kann, ging es nun an die Praxis. Käshammer verteilte Äpfel und erklärte die Herangehensweise bei der Bestimmung. Mit Hilfe eines Buches über alte Apfelsorten versuchten nun die Teilnehmer, ausgehend vom Aussehen der Frucht, ähnliche Exemplare zu suchen und dann im Querschnitt mit typischen Merkmalen der Apfelsorte zu vergleichen, um dann nach dem Ausschlussverfahren der Wahrheit näher zu kommen. Dabei gibt es Verwechslersorten und man muss sehr genau hinschauen, um eine Sorte richtig zu bestimmen. Und so wurden Brettacher, Rheinischer Bohnapfel, Goldparmäne, Champagnerrenette und noch zahlreiche andere Apfelsorten begutachtet, geschnitten und verkostet. Käshammer machte auf die verschiedenen Merkmale und Unterschiede aufmerksam. Jedem wurde deutlich, dass es eine ganze Menge Wissen und Erfahrung braucht, um eine Apfelsorte zuverlässig bestimmen zu können. Am Ende des gut dreistündigen Workshops überreichte Uschi Durst dem Referenten zum Dank einen Gutschein, sowie Honig und Marmelade aus den Reihen des OGV Waldprechtsweier. Gut und gesund gesättigt konnten sich Workshop-Teilnehmer schließlich auf den Heimweg machen.
Erntedank
04. Oktober 2025
Wie jedes Jahr gestalteten Mitglieder des OGV
den Altar der St.Michaels Kirche zum Erntedankfest.
Bericht des
Ferienprogramm
12. September 2025
Ferienprogramm - Wie kommt der Apfel in die Flasche
Auch in diesem Jahr lud der Obst- und Gartenbauverein Waldprechtsweier im Rahmen des Ferienprogramms wieder zu einem besonderen Erlebnis ein. Unter dem Motto „Wie kommt der Apfel in die Flasche“ drehte sich am Freitag, den 12. September 2025 alles rund um die beliebte Frucht – von der Ernte bis zur Saftproduktion.
20 neugierige Kinder nahmen an dem erlebnisreichen Tag teil, der ihnen nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch spannendes Wissen rund um die Apfelsaft-Herstellung bot.
Der Tag begann mit einer kleinen Abenteuertour: Dem Traktor hinterher ging es gemeinsam hinaus in die nahegelegene Obstwiese. Dort angekommen, durften die Kinder selbst aktiv werden und mit dem sogenannten „Apfelpflücker“ die Äpfel direkt von den Bäumen holen- ein echtes Highlight, bei dem alle mit Begeisterung dabei waren.
Zurück auf dem Schulhof machten sich die Kinder gemeinsam daran, die gesammelten Äpfel gründlich zu waschen und zu sortieren. Im Anschluss erklärten die Betreuer Schritt für Schritt, wie aus den frischen Äpfeln leckerer Apfelsaft entsteht. Die Kinder erfuhren, wie die Äpfel zerkleinert und gepresst werden und konnten bei vielen Arbeitsschritten sogar selbst mit anpacken.
Am Ende durften natürlich alle den frisch gepressten Saft probieren und ein Fläschchen mit nach Hause nehmen.
Bericht des
Saatgutworkshop Teil 3
06. September 2025
Saatgutworkshop auf der Zielgeraden
Am 6. September 2025 traf sich die Gruppe der Samengärtner zum letzten Teil des Jahreskurses in der Michaelskapelle in Waldprechtsweier. Empfangen wurden sie von dort von Uschi Durst, der Vorsitzenden des Organisators OGV Waldprechtsweier, und von Angela Hinz und Maria Reisinger-Voit, den beiden Referentinnen des Vereins Genbänkle e.V.
Im letzten Teil des Workshops ging es nun darum, wie man die Samen der Pflanzen auswählt, gewinnt, reinigt, trocknet und aufbewahrt. Ziel ist es schließlich, die samenfesten alten und seltenen Sorten zu erhalten und keimfähiges Saatgut für die nächsten Jahre zu gewinnen. In einem theoretischen Teil wurde erklärt, wann und wie man die einzelnen Samen von Tomate, Bohne und Salat am besten erntet und trocknet. Dabei gilt es, einen besonderen Blick auf eventuelle Schädlinge zu haben, die die Keimfähigkeit des Saatgutes zerstören könnten und darauf, dass das Saatgut gut getrocknet und möglichst trocken gelagert wird, um Schimmelbefall zu vermeiden. Auch die Wichtigkeit der Dokumentation wurde deutlich, da man möglichst viel Wissen über das Wachstum der Pflanzen an verschiedenen Standorten und unter verschiedenen Wetter- und Bodenbedingungen gewinnen möchte.
Danach ging es an die Praxis und die Referentinnen zeigten, wie man Tomaten-, Salat- und Bohnensaatgut reinigt und gewinnt. Bei der anschließenden Tomatenverkostung zeigte sich, dass es bei den Tomaten der Workshopteilnehmer trotz gleicher Sorte doch leichte Geschmacksunterschiede gab.
Zum Schluss tauschte man sich noch darüber aus, wie es nun weitergehen soll. Man war sich einig, dass man den Stammtisch, der sich im Laufe des Projekts etabliert hat, beibehalten möchte, da er eine wertvolle Gelegenheit bot, sich über Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Außerdem bekundeten einige ihr Interesse, Ihr Wissen über die Samengärtnerei in einem Aufbaukurs auch mit anderen Gemüsesorten zu erweitern. Zum Schluss bedankte sich Uschi Durst bei den Referentinnen und man verabschiedete sich mit einem ehrlich gemeinten „Auf Wiedersehen“.
Bericht des
Jahresausflugs
05.Juli 2025
Jahresausflug des OGV Waldprechtsweier in den Obst-Gen-Garten
Jahresausflug des OGV Waldprechtsweier in den Obst-Gen-Garten
Am Samstag, dem 05.Juli machte sich eine kleine Gruppe von 10 Interessierten auf den Weg nach Bad Schönborn zum Obst-Gen-Garten, wo die Gruppe nach einstündiger Fahrt von Erwin Holzer und Paul Centen begrüßt wurde. Das vielfach ausgezeichnete Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte, fast schon ausgestorbene Obstsorten zu kultivieren und die Sortenvielfalt als lebendiges Kulturgut zu erhalten. In einem gemeinsamen wissenschaftlichen Projekt mit Stiftungen und Hochschulen soll der Baumbestand mit Hilfe moderner Technik erfasst und kartiert werden. Beeindruckend war die Vielfalt der 250 verschiedenen Obstsorten und ebenso das Wissen der ambitionierten Erhalter. Unterhaltsam waren die Geschichten rund um die eine oder andere besondere Sorte, die Holzer seinen Besuchern zu erzählen wusste. Auch Edelreiser kann man dort bekommen, um eigene Bäume zu veredeln und Raritäten im eigenen Baumbestand zu kultivieren. Es gab sehr viel Wissenswertes zu erfahren, begonnen von Krankheiten wie beispielsweise dem schwarzen Rindenbrand und seine Bekämpfung bis hin zur Herstellung von Terra Preta, die dort auch praktiziert wird. Infotafeln über die auf der Streuobstwiese lebenden Tiere, Vögel, Insekten, Nützlinge und Schädlinge säumen den langen Wiesenstreifen. Bänke und Sitzgelegenheiten bieten Rastmöglichkeiten, die von der Gruppe bei der Verkostung von selbst gepresstem Apfelsaft und Aprikosen genutzt wurden. Am Ende der Führung bedankte sich Uschi Durst mit einem kleinen Obulus für das Projekt „Obst-Gen-Garten“. Beschenkt wurde der Gast OGV Waldprechtsweier mit einem Kanister Most und zwei Flaschen Selbstgebranntem. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machte sich die Gruppe dann wieder auf den Weg nach Waldprechtsweier.
Bericht des
Saatgutworkshop Teil 2
21. Juni 2025
Saatgutworkshop Teil 2 - on Tour mit dem OGV Waldprechtsweier
Zum zweiten Termin des im Februar begonnenen Saatgutworkshops machte sich die Gruppe der Samengärtnerinnen und -gärtner am 21. Juni auf den Weg nach Beilstein-Billensbach in der Nähe vom Heilbronn, wo sich der Versuchsgarten von Maria Reisinger-Voit vom Verein Genbänkle e.V befindet. Nach knapp 2 Stunden Fahrt wurde die Gruppe dort von Maria Reisinger-Voit, Angela Hinz und Praktikantin Sonja begrüßt und in 3 Gruppen aufgeteilt. Es ging in diesem Teil des Workshops nun darum, dass die Versuchsgärtner ihre bisherigen Erfahrungen austauschen und die aufgetauchten Fragen und Probleme rund um Aufzucht und Pflege der Gemüsesorten Heckertomate, Hockerbohne und der Salatsorte „Gelber Trotzkopf“ loswerden konnten. Weiterhin konnten sie nun einen direkten Vergleich mit den Pflanzensorten im Versuchsgarten anstellen. Es ging auch um die Frage, nach welchen Kriterien die Pflanzen ausgewählt werden sollten, die man später zur Saatgutgewinnung heranzieht. In der Praxis zeigte Angela Hinz dann, wie man Tomatensaatgut gewinnt und worauf man dabei achten muss, um neuen keimfähigen Samen zu erhalten. Beeindruckend war auch die Vielfalt der angebauten Pflanzenarten und -sorten und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, den erfahrenen Gärtnerinnen zahlreiche Fragen rund um Anbau und Pflege der verschiedenen Pflanzen zu stellen. Im Anschluss an die Gartenführung gab es die Möglichkeit, Jungpflanzen, samenfestes Saatgut und Produkte aus einer Ziegen-Käserei zu erwerben.
Danach daran ging es weiter mit dem Bus in den Ortsteil Etzlenswenden zur Manufaktur Mörsel, wo sich alle mit einem leckeren Mittagessen in Form von Trüffelpasta, Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen konnten. Der biozertifizierte Betrieb produziert Obst und Gemüse und stellt daraus edle Destillate und Leckereien in Manufaktur-Qualität her. Der landwirtschaftliche Brennmeister Michael Mörsel erzählte vor allem viel Interessantes über den Trüffelanbau, den er seit einigen Jahren als weiteres Standbein seines Betriebes etabliert hat. Er stellte die verschiedenen Trüffelarten vor, erklärte die Entstehung der Delikatesse und sprach über die Voraussetzungen, die für einen erfolgreichen Anbau notwendig sind. Für die Trüffelsuche setzt Mörsel einen speziell dafür ausgebildeten Profihund ein. Gebannt lauschten alle den Ausführungen des Experten, bevor die Gruppe sich dann wieder auf die Heimfahrt begab, voll mit den Eindrücken dieses interessanten Tages.
Bericht des
Sensenkurs
31. Mai 2025
Sensenkurs beim OGV Waldprechtsweier
Über 20 Interessierte durfte Uschi Durst, 1. Vorsitzende des OGV Waldprechtsweier, am letzten Mai-Samstag auf einer Streuobstwiese im Gebiet „Eichelbergäcker“ zum Sensenkurs begrüßen. Es waren alle Altersgruppen vertreten, vom älteren Erfahrenen bis hin zum jugendlichen Enkel, der Opas Sense als Fundstück mitgebracht hatte. Als Experten für Theorie und Praxis waren Dietmar Backes und Kurt Hoffart vor Ort. Zunächst erklärte Dietmar Backes die richtige Einstellung der Sense, denn die Position der Griffe und auch die Neigung des Sensenblattes müssen stimmen und an die Körpergröße angepasst sein. Anschließend zeigte er verschiedenen Dengelstöcke und Werkzeuge und erläuterte die jeweiligen Vor- und Nachteile. Dann ging es lautstark ans Dengeln der Sensenblätter mit dem Hammer, um das Sensenblatt schön dünn zu bekommen. Dazu braucht es Feingefühl und am besten auch einige Übung. Als nächster Schritt mussten die Schneiden mit dem Wetzstein geschärft werden. Hier kommt es auf den richtigen Winkel zwischen Schleifstein und Schneide an, damit das Blatt scharf und nicht „stumpf“ geschliffen wird.
Bevor es dann an die Praxis ging, stellte Uschi Durst noch einige Ideen vor, was man mit dem
Grasschnitt anfangen kann. Er könne um die Bäume herum als Mulch verwendet werden. Um die
Wiese abzumagern und so die Artenvielfalt zu fördern, könne man ihn verdichtet in einem
geschlossenen Gefäß mit Mikroorganismen fermentieren und später dann als Dünger verwenden. Sie beschrieb auch, wie man kleine Heuballen selbst pressen kann.
Dann ging es an die Praxis. Hier zeigte nun auch Kurt Hoffart, dass er die Kunst des Sensens wirklich beherrscht. Was beim geübten Experten so schwungvoll und einfach aussah, stellte den Ungeübten vor größere Herausforderungen. Es kommt auf den richtigen Schwung an, darauf, dass die Sense nahe am Boden geführt wird und nicht zu viel Gras auf einmal erfasst wird. Hierbei wurde jedem schnell klar, dass nur Übung den Meister macht. Auch die richtige Vorgehensweise beim Abmähen eines Wiesenstücks wurde von Backes und Hoffart gezeigt, denn das Mähgut sollte ja schließlich nicht im Weg liegen.
Zum Schluss erklärte Dietmar Backes noch, wie man Heu macht und wendet. Nach über 2 Stunden, in denen alle aufgrund der hohen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen gekommen waren, bedankte sich Uschi Durst bei den Teilnehmern und den beiden Experten und man machte sich mitsamt mitgebrachten Werkzeugen wieder auf den Heimweg.
Bericht des
Schnittkurs im Schulgarten
14. Mai 2025
Der Schulgarten in Waldprechtsweier kriegt ein neues Kleid...
Am vergangenen Dienstag schickte sich die zweite Klasse der Johann-Peter-Hebel-Schule in Waldprechsweier an, den Bäumen in ihrem Schulgarten ein neues Kleid zu verpassen.
Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Astrid Mall sowie Volker Friedmann und Uschi Durst vom OGV Waldprechtsweier schritten die 17 Kinder mit Handschuhen und Gartenschere zur Tat und verpassten den seit vielen Jahren nicht mehr geschnittenen Obstbäumen in ihrem Schulgarten eine neue Frisur.
Auch wenn der Schnittzeitpunkt nicht mehr optimal war, konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Start gab es für die Kinder von Uschi Durst eine kurze Einführung in den allgemeinen Aufbau eines Obstbaumes, dem Sinn eines Schnittes und der Demonstration verschiedener Schnitttechniken. Dann brachten die Kinder gemeinsam mit Volker Friedmann den Kirschbaum in Form, kletterten auf die Leiter, holten Äste herunter und zerkleinerten diese fleißig, um sie zu einem Totholzstapel in einer Ecke ihres Schulgartens aufzuschichten. Vorsicht war geboten, um nicht auf ihre neu angelegten Beete zu treten, welche die Kinder in der Nähe des Baumes bereits mit Erdbeeren bepflanzt hatten und die schon für das geplante Gemüse vorbereitet sind. Auch die Bienen in ihrem Kasten, die seit kurzem im Schulgarten eingezogen waren und hier durch Herr und Frau Toball vom Bienenzuchtverein Malsch betreut werden, mussten vor herabfallenden Ästen bewahrt werden.
Dem zweiten Baum, einem Apfelbaum, rückten dann alle gemeinsam zu Leibe, denn dort gab es wirklich viel zu tun. Manche Schnitte mussten deshalb ins kommende Jahr verschoben werden, um den Baum nicht zu sehr zu belasten. Bewundert wurden die Jahresringe in den abgesägten Ästen, der unterschiedliche Geruch des Holzes und auch die flinken Würmer der Apfelgespinstmotte, die sich an einigen Blättern eingesponnen hatten. Auch ein „beweglicher Ast“ wurde als Spannerraupe identifiziert. Zum Schluss kletterten erst alle Jungs und dann alle Mädchen für ein Foto auf die hohe Leiter und konnten ihren Schulgarten nach erfolgreichen zwei Stunden zufrieden verlassen.
Vortrag über Tomaten
am 28. März 2024
Vortrag über Tomaten von Felix Grebhardt
Im Anschluss an die JHV 2025 zeigte Felix Grebhardt seine bebilderte Präsentation über Tomaten und ihre Pflege und Zucht. Grebhardt, der Agrarwirtschaft studiert hat und bei einem Spargelzucht-Unternehmen arbeitet, stellte sich kurz vor und erzählte, wie er dazu gekommen war Tomaten nebenberuflich anzubauen. Er erläuterte die Eigenschaften, die aus seiner Sicht gute Pflanzen haben sollten: Guter Geschmack, kräftige und gesunde Pflanzen, die möglichst resistent gegen Krankheiten und Schädlinge seien und einen guten Ertrag böten.
Der Experte gab einen kurzen Abriss über die Geschichte der Tomate und ging dann auf die verschiedenen Stadien des Wachstums ein. Er erklärte, was bei der Aussaat und der späteren Pflege der Pflanzen wichtig sei. Dabei spielen besonders richtige Temperatur und Bewässerung eine Rolle. Er gab Tipps zur Düngung und Ermittlung der Bodenbeschaffenheit und ging auch auf die Vor- und Nachteile der Hybrid-Sorten ein. Grebhardt, dessen Leidenschaft für die Tomate in seinem Vortrag deutlich spürbar wurde, beantwortete am Ende des Vortrags noch die zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer. Uschi Durst bedankte sich im Namen des Vereins bei Felix Grebhardt und überreichte ihm ein Präsent mit kulinarischen Erzeugnissen aus den Reihen des Vereins.
Bericht des
Frühjahrsschnittkurs
mit Volker Friedmann
15. März 2025
Frühjahrs-Schnittkurs des OGV Waldprechtsweier
Trotz der weniger frühlingshaften Temperaturen waren 15 Interessierte, darunter auch 3 Kinder, zum Frühjahrs-Schnittkurs des OGV Waldprechtsweier gekommen. Begrüßt wurden sie dort vom 2. Vorsitzenden Michael Großmann, der sich für das Interesse bedankte und das Wort an Volker Friedmann, Fachwart für Obst- und Gartenbau, übergab, der den Schnittkurs leitete. Auf dem Programm standen zum einen der Schnitt eines alten Baumes sowie einiger junger Bäume auf einem gemeindeeigenen Grundstück an der Freiolsheimer Straße. Begonnen wurde mit dem 25-30 Jahre alten Apfelbaum, der schon längere Zeit keinen Pflegeschnitt mehr erhalten hatte und an dem einiges getan werden musste. Alte, herabhängende Fruchtäste wurden entfernt, um mehr Licht in die Krone zu bringen, da der Baum sonst vergreist. Weiterhin musste eine neue Mitte definiert werden, um dem Baum wieder eine Form zu geben. Die Schwierigkeit bei einem solchen Baum sei es, so Friedmann, die Balance zu finden: Es müssten viele Äste entfernt werden, aber eben nicht zu viele auf einmal, da der Baum sonst zu viele Wundflächen habe und zu stark austreibe. Und so musste man manchen eigentlich notwendigen Schnitt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Anschließend ging es weiter zu einigen jungen Bäumen, die im März letzten Jahres vom OGV zusammen mit den Grundschülern einen Pflanzschnitt und entsprechende Pflege erhalten hatten. Sie hatten sich seither gut entwickelt und kräftig ausgetrieben. Alle nach innen wachsenden Triebe wurden entfernt und auch einige Äste, da sich die Seitenäste nicht zu früh verzweigen sollen. Beim Kürzen der Leitäste wurde die Saftwaage berücksichtigt und auch die Mitte wurde etwas eingekürzt, sodass die pyramidenförmig geschnittenen jungen Bäume nun gut dastehen. Es bleibt spannend, wie sie sich weiterentwickeln. Nach guten eineinhalb Stunden, in denen es auch immer wieder Zeit für Fragen und Diskussionen gab, endete der Schnittkurs.
Bericht des ersten Termins
"Meine Samengärtnerei"
16. Februar 2025
Auftakt des Samengärtnerei-Jahreskurses
beim OGV Waldprechtsweier
Über 30 Interessierte hatten sich zum ersten Modul des Saatgutworkshops am 16. Februar eingefunden, zu dem der OGV Waldprechtsweier in Zusammenarbeit mit dem Verein Genbänkle e.V. eingeladen hatte. Uschi Durst, Vorsitzende des OGV Waldprechtsweier, begrüßte die beiden Referentinnen Maria Reisinger-Voit und Angela Hinz und zeigte sich erfreut, dass dieser Workshop auf so großes Interesse gestoßen war. Erklärtes Ziel des Vereins Genbänkle ist es, alte Gemüsesorten zu erhalten, Wissen an nachfolgende Generationen weiterzugeben und regionale Saatgutbanken zu schaffen, um einen genetischen Pool als Grundlage für Züchtungen zu erhalten. Die Entwicklung, was gentechnisch verändertes Saatgut angehe, sowie die Patentvergabe auf Saatgut an große Konzerne sei äußerst bedenklich, so die Referentinnen. Das sei ein wichtiger Grund dafür, dass man alte, samenfeste Sorten erhalten müsse. Diese seien angepasst an die Umgebung, lieferten zwar keine Höchsterträge wie die F1-Hybriden, aber sie seien resistenter gegen verschiedene Schädlinge.
Im ersten Teil des über das Gartenjahr verteilt stattfindenden Kurses ging es nun darum, grundlegendes Wissen zu vermitteln und die ersten praktischen Schritte in Theorie und Praxis kennenzulernen. Maria Reisinger-Voit und Angela Hinz erläuterten zunächst die verschiedenen Arten der Bestäubung, um dann das Aussäen und Pikieren genau zu erklären. Sie machten deutlich, worauf bei den verschiedenen Gemüsesorten besonders zu achten ist. Mit der Salatsorte „Gelber Trotzkopf“, der „Bunten Hockerbohne“ und der „Hecker-Tomate“ sollen die zukünftigen Samenbauer nun ihre ersten Erfahrungen sammeln. Nach der Theorie ging es auch praktisch ans Werk. Die Expertinnen zeigten, unterstützt von einer Praktikantin, wie man die jungen Pflanzen pikiert und jeder Teilnehmer durfte für sich selbst einige Töpfchen bestücken und mitnehmen. Ein ganz wichtiger Teil dieser Arbeit ist allerdings auch die Beobachtung und Dokumentation des Wachstums der Pflanzen, das ja auch stark von Witterung und Wachstumsbedingungen abhängt. Dadurch gewinnt man Erkenntnisse, die für die weitere Vermehrung sehr nützlich sind.
Sehr gespannt sind nun alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den zweiten Teil des Workshops, der im Juli im Garten der beiden Referentinnen stattfinden wird.
Einladung zur Teilnahme an dem Jahreskurs
"Meine Samengärtnerei"
Anmeldung noch
bis 01. Februar 2025 möglich
Meine Samengärtnerei 2025
Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse genießen.
- ein Jahreskurs für Selbstversorger und Saatgut-Retter -
Genbänkle e.V. in Kooperation mit dem OGV Waldprechtsweier
Nutzpflanzenvielfalt bewahren – Der Einstieg in den Samenbau
75 % aller Kultursorten sind in den letzten 100 Jahren verschwunden. Mit jedem Verlust verringert
sich die Vielfalt an Geschmack, Formen, Farben und vor allem an genetischen Ressourcen. Doch es
liegt in unserer Hand, dem entgegenzuwirken! Als Samengärtner leisten wir einen großen Beitrag zur
Erhaltung dieser Vielfalt und tragen dazu bei, wertvolles Kulturgut und das Wissen früherer
Generationen lebendig zu halten.
In diesem praxisorientierten Kurs werden die Grundlagen des Samenbaus vermittelt. In drei
aufeinander aufbauenden Modulen kann erlernt werden, wie eigenständig qualitativ hochwertiges
Saatgut gewonnen werden kann und somit aktiv die Vielfalt alter Kultursorten bewahrt. Dieser Kurs
vermittelt fundiertes Wissen, um selbst samenfeste Sorten zu vermehren, zu erhalten und zu genießen.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Dieser Kurs richtet sich an alle, die samenfeste Sorten erhalten und ihre eigene Saatgutvermehrung
starten möchten. Ob Hobbygärtner, engagierter Erhalter oder Anfänger – du wirst mit wertvollem
Wissen und Praxis für den Erhalt unserer Kulturpflanzenvielfalt ausgestattet.
Das Ziel des Kurses
Am Ende des Kurses wird jeder Teilnehmer in der Lage sein, hochwertiges Saatgut der drei
Gemüsearten: Tomate, Buschbohne, Salat, fachgerecht anzubauen, dessen Saatgut zu ernten, zu
reinigen und zu lagern. Das erworbene Wissen ermöglicht den Teilnehmern, die Saatgutvermehrung
auf beliebige Sorten dieser Arten anzuwenden.
Aufbau des Jahreskurses
Unser Samenbaukurs erstreckt sich über ein Gartenjahr und ist in drei Module unterteilt, die Theorie
und Praxis miteinander verbinden. Gemeinsam begleiten wir den Lebenszyklus von drei traditionellen
Sorten (Sortenfunde von Genbänkle e.V.) – der Heckertomate, der Hockerbohne und dem
Winterhäuptchen-Salat – von der Aussaat über die Saatguternte bis zur Saatgutlagerung.
Termine und Kosten:
Termine: So. 16. Februar/ Sa. 21. Juni/ Sa. 6. September, 14 – 17 Uhr (plus weitere Austauschtreffen)
Kosten pro Person: je Modul 25€ (Jahreskurs gesamt 75€) plus 15€ Material (Saatgut, Erde, ...).
Für Vereinsmitglieder ist das Material kostenfrei. Begleitende Kinder kostenfrei willkommen!
Anmeldeformular kann per Email angefordert werden:
Adresse: [email protected]
Detailbeschreibung zum Jahreskurs
"Meine Samengärtnerei"
Modul 1: Vorkultur & Pflanzenanzucht in Theorie und Praxis
Termin: Sonntag, 16. Februar 2025, Michaelskapelle Waldprechtsweier, 14-17 Uhr
Inhalt:
* Ausgabe der Saatgut-Pakete
* Theorie:
Bestäubungsbotanik und Sortenreinheit:
Grundlagen zur generativen Vermehrung
Pflanzenanzucht: Keimfähigkeit, Düngung
Einführung in die Dokumentation: Beschreibungs- und Boniturbögen
* Praxis:
Aussaat/ Pflanzung: Vorkultur für Tomaten und
Salat, Vorschau Buschbohne
Pikieren: Tomaten und Salat
Kinder sind herzlich willkommen und kostenfrei mit dabei
Modul 2: Gartentreffen & Pflege
Termin: Samstag, 21. Juni 2025, Sortengarten in Beilstein (www.das-lavendelhaus.com)
Abfahrt ca. 10 Uhr (Dauer ca. 3h, plus Hin- und Rückfahrt in Fahrgemeinschaften)
Inhalt:
* Pflanzung der Kulturen im Garten
* Pflege, Düngung, Kulturführung, Pflanzenschutz
* Selektion
* Ernte/ Vorschau Tomaten und Salate, Unterscheidung von Genuss- und Saatgutreife
* Praxis der Bonitur und Dokumentation
Modul 3: Saatguternte, Reinigung & Lagerung
Termin: Sa., 6. September 2025, Michaelskapelle Waldprechtsweier 14 Uhr (Dauer ca. 3h)
Inhalt:
* Theorie:
Saatguternte/ Saatgutreife
Lagerung: Optimale Bedingungen, Schutz vor Schädlingen
Dokumentation, Bonitur, Auswertungen
* Praxis:
Saatgutreinigung: Nass- und Trockenreinigung,
Sortierung und Auslese
Verkostung der reifen Sorten
Anmeldeformular kann per Email angefordert werden:
Adresse: [email protected]
Advent auf dem Dorfplatz am
14. Dezember 2024
...
Saatgutworkshop
12. Oktober 2024
Text folgt
Erntedank
06. Oktober 2024
Erntedankaltar in der St. Michaels Kirche in Waldprechtsweier
Dritte Genusswanderung
der vier OGVs
am 29.09.2024
Wandern und genießen im Waldprechtstal
In die dritte Runde ging in diesem Jahr am 29. September die Genusswanderung der vier Malscher Obst- und Gartenbauvereine, die diesmal in Waldprechtsweier stattfand. Sie wurde vom dortigen OGV organisiert, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert. Beschenkt durch Sonnenschein, angenehme Temperaturen und einen Gutschein für einen Obstbaum durch den OGV Völkersbach, begrüßte das Geburtstagskind, vertreten durch die erste Vorsitzende Uschi Durst, gegen 11 Uhr etwa 70 Gäste. Diese hatten sich am Startpunkt an der Waldenfelshalle versammelt, um an der geführten Wanderung teilzunehmen. Manfred Hennhöfer, Experte für die Ortsgeschichte, hatte sich bereit erklärt, auf dem Weg einiges über das Dorf Waldprechtsweier zu erzählen und so ging es über den Eselspfad zum ersten Genusshalt, dem auf dem ca. 4 km langen Wanderweg durch die Streuobstwiesen noch drei weitere folgten. Jeder der vier Vereine bot entlang der Wegstrecke an seiner Station Kostproben eigener Erzeugnisse an. Es konnten Säfte und Marmeladen, Aufstriche und noch manch anderes verkostet werden. Man konnte zuschauen, wie Apfelsaft gepresst wird und selbst Kräutersalz herstellen. Für die Kinder gab es unterwegs einige Quizfragen über Natur und Tiere zu lösen. Am Ende wurden sie dann für ihr Mitmachen mit einem Samentütchen für eine Wildblumenwiese belohnt. Für Wanderer, die erst nach 11 Uhr starten wollten, waren die Wegstationen und das Quiz bis 14 Uhr weiterhin besetzt und fanden auch hier regen Zuspruch.
Nach der Rückkehr bei der Waldenfelshalle erwartete die hungrigen Wanderer ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot, bei dem auch die Vegetarier nicht zu kurz kamen. An der Waldenfelshalle präsentierten sich jeder der vier Vereine mit einem Stand und verkaufte selbst Hergestelltes. Auch Drechselarbeiten und Honigprodukte konnte man erwerben. Als Hauptgewinn lockte bei der Tombola des OGV Malsch ein Obstbaum eigener Wahl. Der LOGL hatte Informationen zum Thema Streuobstwiesen zur Verfügung gestellt, die die Interessierten betrachten und teilweise in Form von Flyern mit nach Hause mitnehmen konnten. Am Nachmittag unterhielt die Jugendkapelle des Musikvereins Waldprechtsweier die Gäste und erntete großen Applaus für ihre abwechslungsreichen Darbietungen. Kurz nach 16 Uhr ging die rundum gelungene Veranstaltung zu Ende und man darf sich auf die nächste Genusswanderung 2025 freuen, die dann voraussichtlich im Kernort Malsch stattfinden wird.
Wir möchten uns ganz herzlich bei den OGVs Malsch, Sulzbach und Völkersbach, den Vereinen aus Waldprechtsweier und an allen Helfer bedanken,
die die Genusswanderung zu einem schönen Erlebnis gemacht haben .
Bilder der Wanderung:
Bilder an der Waldenfelshalle:
Ferienprogramm
06. September 2024
Eine Flasche voller Saft -
Ferienprogramm mit Genussfaktor am 06. September 2024
Beim Ferienprogramm des OGV Waldprechtsweiers konnten 20 Kinder am letzten Ferien-Freitag erleben, wie der Apfel in die Flasche kommt.
Zu Beginn stand eine kurze Wanderung vom Schulhof der Grundschule zu den voll hängenden Apfelbäumen an der Freiolsheimer Straße an, begleitet durch den Traktor mit Anhänger.
Nach den ersten Tipps, welche Äpfel sich für einen leckeren Saft eignen ging es fleißig ans Schütteln und Aufsammeln der Äpfel. Faszination löste eine auf dem Sammeleimer sitzende Gottesanbeterin aus, ebenso wie der Spaß daran, Äpfel die steile Straße herunterrollen zu lassen und ihren Weg zu verfolgen. Wieder zurück auf dem Schulhof wurden die vollen, schweren Eimer zur Presse geschleppt und von den Kindern als erstes im Wasserkübel gewaschen. Anschließend durften die Äpfel in den Trichter des elektrischen Obstmusers gerollt und damit zerkleinert werden. Im letzten Schritt wurde der Saft mit Muskelkraft in der Presse ausgepresst und konnte direkt am Auslauf mit dem Becher aufgefangen und verkostet werden. Nachdem über 80 Liter Saft gepresst worden waren, stärkten sich alle Kinder und Erwachsenen mit Apfelmuffins und frischem Apfelsaft und am Ende konnte jedes Kind seine mitgebrachte Flasche randvoll mit frischen Apfelsaft stolz mit nach Hause nehmen.
Vielen Dank an die vielen fleißigen Hände, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.
Kräuterwischwanderung
17. August 2024
Treffpunkt: an der Linde, Ortsausgang W´weier (Richtung Oberweier).
Den Kräutern, die zur Zeit um Mariä Himmelfahrt gesammelt werden, wird
seit jeher eine besondere Heilkraft zugesprochen. Sie sollen Haus und Stall vor
Unwetter schützen und Krankheiten abwehren. Auch stellte der Kräuterstrauß
einst die Hausapotheke der Familie dar und jeder Ort hatte seine eigene
Zusammensetzung. Um diese kennenzulernen gehen wir gemeinsam unter
kundiger Führung von Thea Karcher-Kastner eine gemütliche Runde durch die
Streuobstwiesen und suchen die 24 (Wild-)Kräuter, die traditionell zum
"Waldprechtsweier Kräuterwisch" gehören.
Im Anschluss werden im Schulhof der Grundschule die Kräutersträuße mit den
Gartenkräutern ergänzt und zu einem Kräuterstrauß gebunden. Dieser
„Kräuterwisch“ kann am nächsten Morgen um 9 Uhr im Gottesdienst in St.
Michael geweiht werden. Weitere Kräutersträuße werden dort auch an die
Kirchenbesucher verschenkt.
Die Teilnahme ist kostenfrei, neue Gesichter herzlich willkommen
Vereinsausflug zum
Bioland Hof Sonnenwald
13. Juli 2024
Market Gardening und Agroforst auf dem Hof Sonnenwald
Der Jahresausflug des Obst- und Gartenbauvereins Waldprechtsweier führte in diesem Jahr in den Schwarzwald zum Hof Sonnenwald in Seewald. Nach der Anreise in Fahrgemeinschaften wurde die 20-köpfige Gruppe dort von Oliver Christ begrüßt, der zunächst einiges über die Gemeinschaft Sonnenwald erzählte. Diese ist genossenschaftlich organisiert und versteht sich als Werte- und Lebensgemeinschaft, ein Lebens- und Lernort, an dem eine ökologische, regenerative und solidarische Landwirtschaft praktiziert wird. Erst 2019 hatte die Gemeinschaft, die aus 50 Erwachsenen und 20 Kindern besteht, das Anwesen einer ehemaligen Behinderteneinrichtung erworben und sei noch dabei, sich am Ende der Pionierphase in ein wirtschaftliches Unternehmen zu verwandeln, so Oliver Christ. Das Unternehmen hat sich dabei mehrere Standbeine gesucht und so hält die Gemeinschaft Hinterwälder Kühe, Hühner und Schweine, macht Heu, baut Obst und Gemüse an und stellt eigenen Käse her. Schwerpunkt der Führung war das Thema „Market Gardening und Agroforst“. Der gelernte Gärtner erklärte der Gruppe, dass „Streuobstwiese“ eigentlich ein alter Name für den heutigen Begriff „Agroforst“ sei. Charakteristisch sei die Streifenform, in der angepflanzt wird. So wechseln sich Baumreihen und Gemüsebeete ab. Ziel sei es außerdem, viele verschiedene Pflanzen zu haben, denn je diverser, desto mehr verteile sich das Risiko, wenn aufgrund des Wetters oder Schädlingsbefall eine Pflanze nicht gedeihe. Das Prinzip des „Market Gardening“ kommt aus dem Paris des 18. Jahrhunderts und ist auch in Kanada weit verbreitet: Kurze Wege, eine intelligente Planung der Beete, die eine Bewirtschaftung und Ernte für den Arbeitenden mit kleinen, günstigen Gartengeräten statt großer Maschinen möglich macht. So hat jedes Beet die gleiche Größe und ist 80 cm breit und 24 m lang. Dazwischen ist ein schmaler Grasstreifen, der als Trittweg dient. Die Pflanzfolge ist so geplant, dass 2 bis 3 Kulturen pro Jahr möglich sind und die Erde immer bedeckt ist. Durch Gründüngung und Mulchen wird die Erde vor Feuchtigkeitsverlust und Erosion geschützt und zugleich verbessert sich dadurch die Bodenqualität. Denn ein guter humusreicher, lockerer, gesunder Boden sei Voraussetzung für guten Ertrag, binde zudem CO2 und schütze vor Hochwasser, so der Gartenbauexperte. Er zeigte verschiedene Gartengeräte, die speziell für die Bearbeitung kleiner Flächen besonders gut geeignet sind.
Zahlreiche Fragen der interessierten OGV-Gruppe musste Christ beantworten, bevor das gemeinsame leckere Mittagessen mit biologischen Zutaten aus eigenem Anbau im Gemeinschaftshaus vom Hof Sonnenwald serviert wurde. Anschließend machte sich die Gruppe aus Waldprechtsweier wieder auf den Rückweg, um viele interessante Anregungen und Ideen reicher.
Vereinsausflug am
13. Juli 2024
Vereinsausflug am 13. Juli 2024
zum Hof Sonnenwald in 72297 Seewald
mit Führung zum Thema
„Market Gardening und Agroforst“
(Anmerkung: der 13.07.2024 stimmt,
die Angabe im Gemeindeanzeiger vom 27.06.2024 ist ein Druckfehler)
Market Gardening ist ein auf kleiner Fläche hochproduktives, bodenaufbauendes Gemüseanbau-
System unter Einsatz intelligenter Handgeräte und weitestgehend ohne fossile Brennstoffe.
Im Agroforst-System wechseln sich einjährige Gemüsekulturen, die in 10er-Beet-Blöcken mit
der Fruchtfolge durch den Garten rotieren, mit Dauerkulturstreifen ab. Diese bestehen aus
Fruchtsträuchern, stickstofffixierenden und leicht beschattenden Bäumen sowie mehrjährigen
Kräutern und mehrjährigem Gemüse.
Homepage: https://sonnenwald.org/hof-sonnenwald/
Nach der Führung wird für uns ein erntefrisches, vegetarisches Mittagessen (Menü mit zwei
Gängen und alkoholfreien Getränken) direkt in der Gemeinschaft zubereitet.
Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zu einer ca. 1,5-stündige Wanderung mit
Kaffee-Pause in „Sackmann's Panoramahütte“ mit ihrem wunderbaren Ausblick.
Der konkrete Ablauf sieht so aus:
9.00 Uhr Treffpunkt Waldenfelshalle zur Bildung von Fahrgemeinschaften
(Zug auch möglich, muss dann aber selbst organisiert werden, da Anruf-Sammeltaxi nur 8 Personen befördert)
11.00 Uhr Führung durch den Market Garden im Agroforst-System (ca. 1,5h)
13.00 Uhr Mittagessen in der Gemeinschaft Sonnenwald
14.30 Uhr Abfahrt zum Wanderparkplatz mit optionaler Wanderung auf der Schwarzenberg-Runde
gegen 17.30 Uhr Rückfahrt
Die Kosten von 29€ setzen sich zusammen aus dem Preis für die Führung (10€ p.P.) und dem
Preis für das Mittagessen (19€ p.P.) - Kinder bis 14 Jahre zahlen den halber Preis.
Dazu kommt die Kosten für die Fahrgemeinschaft, diese bitte individuell vor Ort absprechen.
Da wir die konkrete Teilnehmerzahl vorab anmelden müssen,
ist eine Anmeldung bis Donnerstag 4. Juli erbeten unter:
[email protected]
Wir freuen uns auf euer Kommen
Kräuterküche mit
Kräuterführung
16.Juni 2024
Am Sonntag, dem 16. Juni fand sich eine Gruppe von 26 Kräuterinteressierten, darunter auch einige Kinder, auf dem Waldprechtsweierer Dorfplatz ein, wo die 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Waldprechtsweier, Uschi Durst, alle begrüßte und ganz besonders die Kräuterexpertin Angelika Heitz, die seit vielen Jahren fast schon vergessenes Wissen um Heilkräuter sammelt und weitergibt. Dann ging es los, den Eselspfad hinauf, wo die Gruppe sofort auf eine wahre Power-Pflanze, die Brennnessel, stieß. Frau Heitz erklärte, wozu diese Pflanze verwendet werden kann und jeder konnte gleich eine Kostprobe der weiblichen, nussig schmeckenden und sehr proteinreichen Samen schmecken. Der Giersch, von vielen als lästiges Unkraut betrachtet, sei lecker im Salat und könne wie Petersilie verwendet werden. Die Kräuterexpertin erklärte ausführlich, woran man die einzelnen Kräuter erkennen kann und wies auch darauf hin, auf welche Pflanzen man besonders Acht geben muss, wie zum Beispiel den hochgiftigen Fingerhut, den man auf keinen Fall anfassen oder verzehren sollte. Neben den verschiedenen kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten erzählte Frau Heitz auch vieles über die heilende Wirkung der Pflanzen, die jeder ganz einfach nutzen könne, wie beispielsweise ein Spitzwegerich-Blatt, das den Juckreiz bei Insektenstichen lindern kann. Nachdem alle ausreichend informiert waren, ging es ans Sammeln vieler Kräuter wie Löwenzahn, Rotklee, Brennnesseln, Spitzwegerich, Giersch, Wiesenlabkraut, Sauerampfer, Gundelrebe. Als alle Körbchen gut gefüllt waren, ging es zurück zur Michaelskapelle. Dort wurden die Kräuter klein geschnippelt und in Salat und Quark gerührt. Mit frischem Baguette gereicht, konnten alle zusammen dann eine leckere Mittagsmahlzeit einnehmen. Dazu gab es Kräuterlimonade, ein mit Wasser verdünnter Kräutersirup, den Angelika Heitz selbst herstellt. Uschi Durst bedankte sich am Schluss bei Angelika Heitz und bei allen Teilnehmern für ihr Interesse. So konnten alle mit einem reicheren Wissen nach Hause gehen, und so mancher sieht in seinem Hausgarten künftig vielleicht ein vermeintliches Unkraut mit anderen Augen.
Kräuterküche mit Kräuterführung
und gemeinsamer Zubereitung (Michaelskappelle)
neuer Termin: 16. Juni 2024 (alt: 09. Juni) 11 Uhr
Kann man Löwenzahn essen? Wie schmeckt wilder Kerbel auf dem Butterbrot? Passen
Blütenblätter auf den Cappuccino? Und: gibt es tatsächlich Schutzengel in Pflanzengestalt?
Diese und noch viele weitere Antworten und wundersame Geschichten erfahren wir an diesem Tag
unter der Leitung von Angelika Heitz aus der Kräuterwirkstatt. Wir gehen gemeinsamen auf einen
Kräuterspaziergang und bereiten anschließend aus den gesammelten Kräutern in der
Michaelskapelle einen kleinen Wildkräuterimbiss zu.
Ablauf:
11.00 Uhr: Kräuterführung (ca. 1,5 Std.)
12.30 Uhr: wilde Kräuterküche (gemeinsame Zubereitung von Wildkräutersalat,
Kräuterquark, Kräutersirup und Baguette)
13.00 Uhr: gemeinsame Mahlzeit
Kosten:
10 € (Mitglieder)/ 15 € (Nichtmitglied), Kinder kostenfrei
Anmeldungen bis zum 09.06.24 unter [email protected] (Teilnehmerzahl begrenzt)
Wir freuen uns sehr auf alte und neue Gesichter!
Frühjahrswanderung
12. April 2024
Knapp zwanzig Mitglieder und Freunde des OGV Waldprechtsweier, darunter auch einige Kinder, hatten sich am 12. Mai bei der Waldenfelshalle eingefunden, um an der traditionellen Frühjahrswanderung des Vereins teilzunehmen. Der ursprünglich vorgesehene Termin 3 Wochen zuvor hatte aufgrund der Kälte und des schlechten Wetters verschoben werden müssen. Bei sonnig warmem Wetter konnte sie nun stattfinden, wenn auch aufgrund des Muttertags einige im Vorfeld mit Bedauern ihr Teilnahme abgesagt hatten. Die Vorsitzende Uschi Durst begrüßte die Anwesenden und besonders auch Volker Muck, der sich wieder bereit erklärt hatte, die Wanderung zu führen. Los ging es den Eselspfad hinauf, über den früher die Leute aus Rastatt und dem Murgtal mit ihren Eseln zur Waldprechtsweierer Mühle gekommen seien, um ihr Getreide mahlen zu lassen, wie der ehemalige Feldhüter berichtete. Alle genossen das schöne Wetter und die frühlingshafte Natur bei der Wanderung durch die Streuobstwiesen, gut unterhalten von Volker Muck, der so einiges über das Dorf und die Umgebung zu erzählen wusste. Nach gut einer Stunde erreichte die Gruppe dann die Hütte ihres Mitglieds Stefan Karcher, wo sie schon von einigen anderen Vereinsmitgliedern sowie vom Grillmeister erwartet wurden. Bei Kaffee und Kuchen saß man zusammen und konnte sich in froher Runde austauschen. Später wurde noch Grillgut aufgelegt und Getränke ausgeschenkt und alle ließen es sich schmecken, bevor sie dann am Abend den Heimweg antraten.
Vortrag über Feigen am 22. März 2024
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung am 22.03.2024 hielt Dominique Siedler einen Vortrag über Feigen.
Er erzählte zunächst einiges über die Frucht, die sonst überwiegend in der Türkei angebaut wird. Nur die weiblichen Bäume tragen essbare Früchte. Der Experte erklärte die verschiedenen Befruchtungsarten, sprach über Krankheiten, Schädlingsbefall und zeigte anhand von Bildern, wie man die Bäume mit Stecklingen und durch Abmoosen vermehren kann. Auch in Größe, Aussehen der Früchte, Geschmack und Konsistenz gibt es deutliche Unterschiede. Allen Pflanzen gemeinsam ist, dass sie Staunässe und große Kälte nicht mögen, weshalb man junge Pflanzen auch besser erst im Frühjahr nach den Eisheiligen auspflanzt. Man könne eine Feige auch in den ersten Jahren im Kübel halten. An sich seien Feigen, wenn sie einmal angewachsen seien, sehr robust und man könne auch beim Rückschnitt keine gravierenden Fehler machen, so der Experte.
Am Ende des Vortrags gab es noch viele Fragen, die Dominique Siedler beantworten durfte und die Besucher konnten junge Feigenbäume erwerben, von deren Erlös 5 € als Spende dem Verein zu Gute kamen.
Frühjahrsschnittkurs
am 02. März 2024
Früh übt sich - Erstklässler schneiden und
pflegen Obstbäume mit dem OGV Waldprechtsweier
Am Nachmittag des 2. März fand auf einem gemeindeeigenen Grundstück an der Freiolsheimer Straße erstmals eine Kooperationsveranstaltung zwischen Grundschule und Obst- und Gartenbauverein Waldprechtsweier statt. Die Gemeinde hatte vor zwei Jahren dort junge Bäume gepflanzt, die nun geschnitten und gepflegt werden sollten.
13 Erstklässler hatten sich mit ihrer Klassenlehrerin Astrid Mall, Eltern und Geschwistern auf den Weg zur Streuobstwiese gemacht. Der Lebensraum Wiese ist Thema im Sachkundeunterricht und seit Herbst des letzten Jahres erforschen und beobachten die Kinder das Pflanzen- und Tierleben dort im Jahreslauf.
Nach der Begrüßung durch die Klassenlehrerin hieß auch auch die erste Vorsitzende des OGV Waldprechtsweier, Obstbaumpflegerin Uschi Durst, alle Anwesenden willkommen. Sie bedankte sich für das große Interesse und zeigte sich erfreut, dass auch Vertreter des Ortschaftsrates gekommen waren. Sie bedankte sich bei der Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten Frau Weinert für ihr Kommen und für die Unterstützung des Projekts durch die Gemeinde, die ein Interesse daran hat, dass die jungen Bäume sich gut entwickeln. Uschi Durst stellte ihre Vision von dem vor, was in der weiteren Zusammenarbeit zwischen Schule und dem Verein auf dem Grundstück entstehen könnte: Sie träume von Naschhecken für Vögel, Vogelhäuschen, einem Waldsofa, einer Kräuterspirale und weiteren Ideen.
Dann ging es zur Sache: Die Obstbaumpflegerin erklärte zunächst, worauf es beim Erziehungsschnitt bei jungen Bäumen ankommt. Ziel sei es, dem Baum durch den richtigen Schnitt eine Richtung vorzugeben, in die er wachsen soll. Dabei werden eine Mitte sowie drei bis vier Leitäste definiert. Alle nach innen wachsenden und sich gegenseitig beschattenden Äste werden entfernt. Anschließend wurde die Baumscheibe von Gras befreit, das dem Baum zu viele Nährstoffe und Wasser wegnimmt. Dann wurde der Boden mit Pflanzenkohle gedüngt, mit Holz-Hackschnitzeln gemulcht und zusätzlich wurde noch Pferdemist als Dünger verteilt. Zuletzt wurde der Stamm mit kalkhaltigem Baumanstrich bepinselt, der den Stamm vor extremen Temperaturen im Sommer und schwarzem Rindenbrand schützt.
Anschließend ging es in 3 Kleingruppen unter fachkundiger OGV-Anleitung von Uschi Durst, Volker Friedmann und Volker Muck daran, die übrigen 12 Bäume auf dem Grundstück zu schneiden und zu pflegen. Mit Schubkarren transportierten die Kinder Mulch und Pferdemist über die Wiese, hackten die Baumscheiben frei, weißelten die Baumstämme und schnitten den einen oder anderen Ast mit der Rebschere ab. Die Eltern legten mit Hand an und konnten auch ihre eigenen Fragen an die Fachleute loswerden. Nach erfolgreich getaner Arbeit konnten sich noch alle mit einem Imbiss aus Brezeln, selbst gebackenen Leckereien sowie Apfelsaft stärken, den die Eltern der Klasse organisiert hatten.
Am Ende bedankten sich Uschi Durst und Astrid Mall bei allen Kindern, Eltern, Beteiligten und Helfern. Diese Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein stellt einen Gewinn für alle Beteiligten und nicht zuletzt für die Natur dar. Der Verein gewinnt das Interesse von Kindern und Familien und vielleicht auch neue Mitglieder, die Kinder erwerben praktisches Wissen und einen Bezug zur Natur und die jungen Bäume werden gepflegt, damit sie weiter wachsen können.
Advent auf dem Dorfplatz am
25. November 2023
Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) aller Waldprechtsweierer Vereine
lädt am kommenden Samstag, den 16.12.2023
zu einer gemütlichen Adventsstimmung auf dem Dorfplatz in Waldprechtsweier ein.
Beginn ist um 15 Uhr.
Bericht zum Winterschnittkurs am 25. November 2023
Baumschnitt am hängenden Seil -
besonderer Winterschnittkurs mit Demonstration der Seilklettertechnik
Knapp 25 Personen hatten sich am vergangenen Samstag vom nasskalten Wetter nicht abhalten
lassen, um an einem besonderen Schnittkurs teilzunehmen, zu dem der OGV Waldprechtsweier auf
der Streuobstwiese eines Mitglieds eingeladen hatte. Baumpfleger Mirko Haustein zeigte an einem
alten Birnbaum, wie der Baumschnitt in großer Höhe mit Hilfe der Seilklettertechnik funktioniert.
Nachdem die erste Vorsitzende Uschi Durst, die den Kurs gemeinsam mit ihrem Kollegen
durchführte, die Teilnehmenden begrüßt hatte, erklärte sie zuerst Grundsätzliches zum Aufbau eines
Baumes und erläuterte, welche Kriterien beim Baumschnitt beachtet werden sollten. Zum einen geht
es darum, die Statik des Baumes im Blick zu haben, damit bei voller Fruchtlast keine Äste brechen. Es
muss ausreichend Licht in die Krone fallen können, aber der Baum sollte wiederum nicht durch
Sonnenbrand geschädigt werden können. Nicht zuletzt gehe es natürlich auch um den Ertrag und die
Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Trieb und Frucht. Weiterhin sei zu beachten, dass nicht
mehr als 30 Prozent des Baumes weggeschnitten werden dürfen und möglichst nur Äste bis zu einem
Durchmesser von 5 Zentimetern, da es dem Baum sonst schwer gelingt, die Wunde zu verschließen.
Nach den Erläuterungen durch die erste Vorsitzende erklomm Mirko Haustein am Seil die hohen Äste
des Baumes. Er zeigte den Zuschauern, wie man einen Ast richtig absägt, ohne Gefahr zu laufen, dass
dieser reißt und erläuterte, dass es wichtig ist, auf Astring zu schneiden, damit der Wundverschluss
besser funktioniert. Beeindruckende Bilder zeigten sich den Zuschauenden, als der Baumpfleger, nur
durch Seile gesichert, Äste entfernte, an die auf andere Weise kein Herankommen möglich wäre.
Immer wieder betonte er, wie wichtig es sei, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um sich vor
einem Sturz zu schützen. Im übrigen gebe es eine Sicherungspflicht durch Seile beim Arbeiten in
einer Höhe ab drei Metern, die jeder beachten müsse. In speziellen Kursen könne man das lernen.
Nach einer kurzen Pause, in der die Schnittkursbesucher sich mit heißem Kaffee und von den
Eigentümern selbst gebackenem Apfelkuchen wärmen und stärken konnten, ging es weiter zum
Nachbarbaum, an dem besprochen wurde, welche Schnittmaßnahmen an diesem Baum sinnvoll
wären. Da bei älteren Bäumen, die viele Jahre nicht geschnitten worden sind, der Wuchs so gar nicht
dem Ideal der Theorie entspricht, muss abgewogen werden, welche Schnitte sinnvoll sind. Die
Umstehenden nutzten die Möglichkeit, den Experten Fragen zu stellen und zeigten auch großes
Interesse an der Ausrüstung des Baumkletterers. Nach knapp zwei Stunden fand der Schnittkurs mit
Einbruch der Dämmerung sein Ende und Uschi Durst bedankte sich bei Mirko Haustein für die
Demonstration des Baumschnitts in großer Höhe
Einladung zum Winterschnittkurs am 25. November 2023
Der Obst- und Gartenbauverein Waldprechtsweier lädt zum kostenfreien
Winterschnittkurs ein:
- Pflege eines alten Birnbaums mittels Seilkletter-Technik -
unter der Leitung von Mirko Haustein und Uschi Durst
An diesem Tag wird Mirko Haustein (professioneller Baumpfleger) den
Erhaltungsschnitt an einem hundertjährigen Birnbaum mittels Seilkletter-Technik
demonstrieren. Im Anschluss wird ein weiterer alter Birnbaum unter
baumgutachterlicher Sicht besprochen (Statik, Einfaulung, Standsicherheit,...) und
Platz für Fragen sein.
Wann: Samstag, 25. November 2023, 15.00 Uhr
Wo: Streuobstwiese in Waldprechtsweier, Nähe Bus-Werner
–-> Zugang über Feldweg gegenüber der Karl-Baumann-Str. 20.
Der Weg ist ab da ausgeschildert. Bitte unten parken.
Wir freuen uns über viele Interessierte und einen gemeinsamen Austausch
Einladung zur zweiten Genusswanderung der vier Malscher OGVs am 08. Oktober 2023
In diesem Jahr findet unsere gemeinsame Wanderung
unter dem Motto "Wandern und Genießen" in der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr statt.
Auf der Strecke rund um das Dorfbackhaus in Völkersbach gibt es wieder 6 Stationen, an welchen verschiedene heimische Produkte verkosten werden können. Im Anschluss an die Wanderung können diese am Dorfbackhaus erworben werden. Dort ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, da die Wanderung in diesem Jahr im Rahmen des Erntedankfestes zum 75-jährigen Bestehens des OGV Völkersbach stattfindet. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Bericht über die Exkursion
ins Obstparadies Staufen
am 16. September 2023
Vierzehn Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Waldprechtsweier hatten sich am 16. September auf den Weg nach Staufen gemacht, um an der „außergewöhnlichen Verführung“ im Staufener Obstparadies der Familie Geng teilzunehmen. Nach der Begrüßung ging es hinaus auf die Streuobstwiesen, auf denen hunderte verschiedener Obstsorten zu finden sind. Martin Geng erzählte den Teilnehmern viel Wissenswertes über die Herkunft unseres Obstes auf dem Markt, nannte Zahlen, die viele Teilnehmer in Erstaunen versetzten, und ging auch auf den Druck des Handels ein, der perfekt aussehende Früchte zu günstigen Preisen fordert und es heimischen Betrieben enorm schwer macht, auf dem Markt zu bestehen. Lediglich 18 Prozent unseres Obstes und Gemüses stammen aus Deutschland und der Anteil an gänzlich ungespritztem Obst liegt bei 0,4 Prozent. An diesem Punkt setzte die Familie vor 14 Jahren an, als sie ihren Betrieb gründete. Sie wollte komplett ungespritztes Obst produzieren und auf sämtliche Pestizide verzichten. Dabei greift der Betrieb gerne auf alte Obstsorten zurück, die oft resistenter als neue Züchtungen sind. Mit dem Verzicht auf Spritzmittel erhöht sich die Biodiversität , durch die Aufhängung von Nistkästen haben sich zahlreiche Vogelarten und auch Fledermäuse angesiedelt, die als Insektenfresser wiederum für ein Gleichgewicht sorgen. Arten- und Sortenvielfalt, sowie Bodenschutz und Energieeinsparung sind wichtige Ziele des Betriebes. Natürlich sei der Ertrag nicht so hoch wie im sonst üblichen Obstanbau, andererseits wird zur Erzeugung bis zu 80 Prozent weniger Energie verbraucht, da ohne große Traktoren gearbeitet wird, die zudem den Boden stark verdichten, und auf chemische Düngemittel verzichtet wird, deren Produktion sehr energieintensiv ist . Vieles ist hier noch Handarbeit. Regenwasser wird in Teichen gesammelt und zur Bewässerung genutzt. Neben den vielen interessanten Informationen gab es zwischendurch immer wieder die Gelegenheit, sich bei den Verkostungen der Produkte zu stärken. Ein wichtiges Anliegen ist dem Betrieb der Erhalt und die Wiederentdeckung alten Obstsorten und altem Wissen aus der Zeit, als der Obstanbau noch frei von Dünge- und Spritzmitteln war.
Nach über vier interessanten und lehrreichen Stunden ging es zurück zum Hofladen, wo es noch Gelegenheit gab, die leckeren Produkte aus der Manufaktur zu erwerben. Ein beeindruckender Betrieb, der Vorbild für viele andere sein sollte, und eine Führung, die sensibilisiert hat, über vieles neu und kritisch nachzudenken. Nach einem gemeinsamen Abendessen in einer nahegelegenen Straußenwirtschaft machten sich dann alle zu später Abendstunde wieder auf den Heimweg. Text: JW/ Bild: MG
Bericht zum
Ferienprogramm
am 01. September 2023
Am Donnerstag, den 1. September fand der alljährliche Ferienprogrammpunkt "Wie kommt der Apfel in die Flasche?" des Obst- und Gartenbauvereins Waldprechtsweier e.V. statt.
Nachdem es morgens noch geregnet hat, wurden bei schönem Wetter 18 Mädchen und Jungen von den veranstaltenden Mitgliedern des OGVs begrüßt. Zuerst ging es zu Fuß auf eine Streuobstwiese am Ortsrand von Waldprechtsweier, um fleißig die ersten reifen Äpfel zu sammeln. Dabei wurde darauf geachtet, keine faulen Äpfel zu sammeln. Auch musste man gerade bei schon auf dem Boden liegenden Früchten aufpassen, nicht in eine hungrige Wespe zu greifen. Nachdem sieben Obstkisten gefüllt und auf den Anhänger des begleitenden Schleppers verladen waren, ging es zurück in den Schulhof der Grundschule Waldprechtsweier, wo die Gerätschaften zum Keltern bereits aufgebaut waren. Die Äpfel wurden unter Mithilfe der Kinder erst in einem Wasserkübel gewaschen, anschließend im elektrischen Obstmuser zerkleinert und im letzten Schritt in der Trotte mit Muskelkraft ausgepresst.
Dabei wurde der herauslaufende Apfelsaft sofort verkostet. Begeistert wurde festgestellt, dass der Saft exakt gleich wie die schon auf dem Feld probierten Äpfel schmeckte.
Nachdem sich die Teilnehmer nach der Arbeit mit frischgepressten Apfelsaft, Wienerle und Baguette gestärkt hatten, bekam jedes Kind seine mitgebrachte Flasche mit Saft für zu Hause abgefüllt.
Text & Bilder: VF
Bericht zur
Kräuterwischwanderung
am 19. August 2023
Trotz Urlaubszeit und Schwüle hatten sich am Samstagvormittag knapp 20 Interessierte aus Waldprechtsweier und den umliegenden Dörfern am Treffpunkt eingefunden, um an der traditionellen „Kräuterwischwanderung“ teilzunehmen, zu der der Obst- und Gartenbauverein eingeladen hatte. Die Vorsitzende Uschi Durst begrüßte die Anwesenden und sagte zunächst ein paar Worte zu den Hintergründen des alten, ursprünglich heidnischen Brauches des Kräutersammelns, den die katholische Kirche im Fest „Maria Himmelfahrt“ aufgriff und an dem nun die gesammelten Kräuter geweiht und an die Haushalte verteilt werden. Die Kräutersträuße dienten früher als Heilkräuterapotheke und wurden in Haus und Stall aufgehängt, um dann bei Bedarf als Tee oder Kräutersud eine lindernde Wirkung bei Erkrankungen von Mensch und Tier zu entfalten.
Ausgerüstet mit einem Blatt, auf dem alle 24 Kräuter des „Waldprechtsweirer Kräuterwisches“ abgebildet waren, startete die Gruppe ihre Kräuterwanderung, geführt von Expertin Thea Karcher-Kastner, die sich seit vielen Jahren mit Kräutern beschäftigt und auch versucht, inzwischen kaum noch zu findende Kräuter selbst zu kultivieren. Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen und durch den fortschreitenden Klimawandel wird es immer schwieriger, alle Kräuter zu finden. Die Regenfälle der letzten Wochen hatten jedoch dafür gesorgt, dass auf den Wiesen mehr Kräuter gefunden werden konnten als im vergangenen Jahr.
Im Anschluss an die Wanderung wurden im Schulhof die gesammelten Kräuter, ergänzt durch Kräuter aus hauseigenen Gärten, zu Sträußen gebunden. Am gleichen Abend wurden diese im Wortgottesdienst in St. Michael, den Eveline Rothas-Muck extra zu diesem Anlass sehr passend gestaltete, geweiht und verteilt.
Text: JW / Bilder: MG
Einladung zur
Kräuterwischwanderung
am 19. August 2023
Liebe Mitglieder und Freunde des OGV,
wieder rückt der August ins Land und mit ihm der traditionelle "Frauen-Dreißiger",
die 30 Tage ab Mariä Himmelfahrt (15.8.) in denen traditionell die heilkräftigen Kräuter für die Hausapotheke des Jahres gesammelt und zu einem Kräuterstauß, dem "Kräuter-Wisch" gebunden wurden. Es heißt, dass in dieser Zeit auf Wurzeln und Kräutern besonderer Segen liegt.
Der OGV läd auch dieses Jahr wieder zu seiner traditionellen Kräuterwisch-Wanderung ein und wir würden uns freuen, bei diesem gelebten Brauchtum wieder viele alte und neue Gesichter begrüßen zu dürfen.
Dieses Jahr gibt es auch die besondere Gelegenheit, ein Fotobuch über die 24 traditionellen Waldprechtsweier Kräuter zu erwerben, dass Thea Karcher-Kastner in liebevoller Arbeit und unter Anleitung ihres Vaters Stefan Karcher zusammengestellt hat.
Termin: Samstag der 19. August 2023 10 Uhr
Treffpunkt: an der Linde, Ortsausgang Waldprechtsweier (Richtung Oberweier).
Traditionell werden im August um Mariä Himmelfahrt die heilkräftigen
Kräuter für die Hausapotheke gesammelt. Auf unserer Kräuterwisch-Wanderung durch die
Streuobstwiesen werden die traditionellen 24 Kräuter für den „Waldprechtsweier Kräuterwisch“
unter kundiger Führung von Thea Karcher-Kastner gesammelt und anschließend im Schulhof der
Grundschule zu einem Kräuterstrauß gebunden.
Dieser „Kräuterwisch“ kann am selben Abend im Gottesdienst in St. Michael um 18.30 Uhr gesegnet werden. Weitere Kräuterwische werden dort auch an die Kirchenbesucher verschenkt.
Wer an der Wanderung nicht teilnehmen möchte, kann eigene Kräuter zum Schulhof mitbringen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, neue Gesichter herzlich willkommen.
Ausflug ins
Kakteenland Steinfeld
am 15. Juli 2023
Eine kleine Runde von 10 Mitgliedern und Freunden des OGV Waldprechtsweier hatte sich trotz hochsommerlicher Temperaturen am vergangenen Samstag auf den Weg ins Kakteenland Steinfeld an der Südlichen Weinstraße gemacht. Nach der Anfahrt in Fahrgemeinschaften erwartete die Ausflügler dort eine Führung durch den Familienbetrieb, auf dessen Fläche von 5000 Quadratmetern sich eine Vielfalt verschiedener Kakteen und Sukkulenten in verschiedenen Größen finden lässt. Besondere Züchtungen wie der Pfälzer Korkenzieherkaktus, dessen gedrehte Form an die Bewegung des Korkenziehens erinnert, oder auch ein Kaktus mit dem vielsagenden Namen „Schwiegermuttersitz“ konnten bewundert werden. Besonders interessant war es auch, die Pflanzen in verschiedenen Altersstufen zu begutachten, von Jungpflanzen bis zu 40- bis 100-jährigen oder sogar noch älteren Gewächsen. Die Besucher erfuhren eine ganze Menge über die Vermehrung, die idealen Wachstumsbedingungen und die Pflege der eigentlich recht anspruchslosen Pflanzen, die sich ideal in trockenem, heißem Klima und nährstoffarmen Böden zurechtfinden. Hier ist weniger mehr, denn wer zu viel gießt, setzt dem Leben der oft stacheligen Pflanzen ein Ende. Wer Kakteen züchtet, braucht viel Geduld, denn die Pflanzen wachsen nur sehr langsam und manche Blüte lässt 7 Jahre auf sich warten und blüht dann nur für eine Nacht. Dass in Mexiko Kakteen ein Grundnahrungsmittel sind, ähnlich wie bei uns die Kartoffeln, war allen neu. Natürlich gab es auch eine Kostprobe der säuerlich schmeckenden Pflanze. Die Sukkulente Aloe Vera ist für ihre heilenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Auch hier wurde gezeigt, wie man die Pflanze für verschiedene Zwecke innerlich und äußerlich verwendet und die Besucher konnten sich direkt mit einem Blatt der Pflanze die Haut einreiben und den Saft probieren. Nach der 80-minütigen Führung konnte sich jeder noch in den Gewächshäusern umsehen und Produkte im Shop erwerben. Anschließend machte es sich die OGV-Gruppe zum Mittagessen im Biergarten des Bistros „Zum Schwiegermuttersitz“ gemütlich, wo auch Kakteenspezialitäten auf der Speisekarte zu finden waren. Danach traten alle den Rückweg an und waren sich einig, dass das Kakteenland als Ausflugsziel eine Reise wert war und jeder sehr viele interessante Informationen mit nach Hause nehmen konnte.
Text: JW / Bilder: MG
Baumschnitt auf der
Vereinswiese
am 24. Juni 2023
Verjüngungsschnitt eines Zwetschgenbaums
Der Baum wurde 2009 im Rahmen des Kinder-Ferienprogramms gepflanzt
und hatte nun mal wieder einen Schnitt nötig.
Nach eingehender Diskussion und anschließendem fachgerechtem Schnitt
sah der Baum anschließend wirklich frischer und jünger aus.
Text / Bilder: MG